Motivation durch Ziele im Training

Das Joggen zu großen Teilen eine Kopfsache ist, darüber habe ich schon öfters geschrieben. Ob nun die Entscheidung zum Joggen oder das Durchhalten des regelmäßigen Lauftrainings, beides sind Dinge, die zu großen Teilen im Kopf stattfinden und nicht in den Beinen.

Um sich zu Motivieren, finde ich es wichtig, sich selbst Ziele zu setzen. Im Großen sowie im Kleinen. Große Ziele wie zum Beispiel: Am Ende des Jahres 10 Kilometer unter 50 Minuten zu joggen, haben sicherlich die meisten Läufer. Wichtig sind aber auch die kleinen Ziele. Die Ziele die man sich bspw. innerhalb eines Trainings setzt.

ortsschild-heidelberg.gifAuf meiner üblichen Laufstrecke habe ich mir zum Beispiel vorgenommen, immer am Ortsschild (siehe tolles Bild) zu starten und auch genau dort wieder mit dem Joggen aufzuhören. Diese Routine und die Symbolik des Schildes tragen bei mir ungemein zur Motivation und dem Durchhaltevermögen während des Laufens bei. Fast bei jedem Lauftraining halte ich dieses Miniziel ein, dass gehört zu meinem Training dazu. Außer an schlechten Tagen, da ist mir nämlich alles egal und ich spaziere zurück nach Hause.

Ich laufe auch zum fixen Endpunkt zurück, wenn ich die übliche Strecke verlängert habe. Verlängert im Sinne von: In der Mitte der Strecke, noch ein paar Meter weiter laufen, bevor man umdreht und zurück joggt. Der Endpunkt bleibt das Heidelberger Ortsschild, trotz meines jugendlichen Leichtsinns.

Mit dieser Einstellung habe ich es geschafft, mich von 50 Metern auf 10 Kilometern am Stück hoch zu joggen. Einfach indem ich immer ein paar Meter mehr gelaufen bin, bevor ich umdrehte. Wichtig ist aber, dass man dafür nicht einfach früher aufhört zu joggen, sondern bis zum besagten Ziel läuft.

Ein Nichtläufer kann sich gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf das verdammte erlösende Heidelberger Ortsschild freue. Anfangs konnte ich meine Begeisterung nur sehr schwer unterdrücken. Aber nachdem ich bemerkt hatte, dass mich andere Läufer und Spaziergänger (auf Neudeutsch: Nordic Walker) komisch anschauten, habe ich die lauten Jubelgesänge doch unterlassen. Jetzt freue ich mich nur noch innerlich.