Gute Vorsätze umsetzen

Heute Morgen bin ich mit einem Nachbarn in Gespräch gekommen, der mich auf mein Lauftraining angesprochen hat. Er sagte, dass er seit über einer Woche überlegt mit dem Laufen anzufangen. Daraufhin erwiderte ich, dass das genau die falsche Einstellung ist. Er war etwas überrascht über diese Antwort.

Ich stellte dann klar, dass ich es nicht schlecht finde, dass er mit dem Laufen anfangen will, sondern vielmehr das er noch überlegt. Meine persönliche Erfahrung hat gezeigt, dass wenn ich nur über einen neuen Vorsatz nachdenke, ich es gleich sein lassen kann.

Das gleiche trifft auf meine regelmäßigen Lauftrainings zu. In den letzten zwei Wochen bin ich immer alle zwei Tage gelaufen. Nicht unbedingt weil ich so scharf darauf war, sondern weil ich nicht darüber nachgedacht habe. Wenn ich drüber nachdenken würde, ob ich heute wirklich in der Kälte laufen will oder lieber vor dem PC hocken bleibe, würde sehr wahrscheinlich das Lauftraining den kürzeren ziehen.

Und genauso verhält es sich doch mit der Überlegung Laufen zu beginnen. Ich kenne das doch aus eigener Erfahrung. Aussagen wie: „Ab nächste Woche Montag fange ich mit dem Laufen an“, habe ich mir selbst vorgelogen. Der Montag kam und ich bin nicht gelaufen. Als ich mich vor drei Monaten fürs Joggen entschieden habe, bin ich gleich am nächsten morgen losgejoggt. Besser wäre noch am gleichen Abend gewesen, es war aber schon zu dunkel zum laufen.

Joggen ist zu einem großen Teil Kopfsache und die beginnt schon mit dem Vorsatz und der Motivation für das Training. Vor allem in den ersten Wochen musste ich mich immer aktiv zum Training überreden.

Übrigens: Vor etwa einer Stunde habe ich meinen Nachbarn aus dem Haus gehen gesehen, in Sportklamotten. Hoffentlich übertreibt er nicht gleich zu Anfang.