Laufen, abnehmen und die Motivation
Heute hatte ich eine interessante eMail in meinem Postfach:
Hallo,
zuerst einmal ein „dickes“ Lob für dein Blog. Ich bin erst seit wenigen Tagen darauf aufmerksam geworden. Vom ersten Augenblick war ich fasziniert von den Parallelen, die es zwischen unseren Gewichtsproblemen gibt. Dein Blog war auch der Grund warum ich auch mit dem Laufen angefangen habe. Bisher bin ich aber nur zwei mal um den Häuserblock gelaufen. Mir fällt es schwer mich zum laufen anzuspornen. Und darauf zielt auch schon meine Frage. Wie schaffst du es dich selbst zu Motivieren? Oder bist du einer der Menschen die beim Laufen in einem Glückszustand schweben?
Vielleicht hast du ja Zeit mir zu antowrten.
Grüße
Christian
Da ich denke, dass das Thema mehrere Leser interessiert, habe ich bei nachgefragt, ob ich die eMail hier im Weblog veröffentlichen darf. Und wie man unschwer erraten kann habe ich ein Okay erhalten.
Ich schwebe leider in keinem „Glückszustand, wenn ich laufe. Die ersten paar Laufminuten fühlen sich noch gut an. Die Kombination aus frischer Luft und körperlicher Betätigung lassen einen motiviert starten. Aber nach wenigen Minuten ist das wieder vorbei und Erschöpfung macht sich breit. Je nachdem ob ich einen guten oder schlechten Tag habe, muss ich mich auch entsprechend zwingen durchzuhalten.
Meine persönlichen Glücksgefühle machen sich eher nach dem eigentlichen Lauftraining breit. Sobald in der Dusche das erste Wasser über meinen geschundenen Körper fließt, geht es mir richtig gut. Ist irgendwie schwer zu beschreiben, aber trotz der vorhergegangenen Anstrengung fühle ich mich wieder fit und frisch. Teilweise als ob ich Bäume ausreisen könnte. Vielleicht sind es Glückshormone (wissenschaftlich: Endorphine) oder das beruhigte Gewissen. Im Grunde genommen ist es ja auch egal was es ist, es wirkt auf jeden Fall motivierend.
Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Erkenntnis, dass man ich durch typische Diäten nicht abnemme. Im Gegenteil, ein paar Wochen nach einer Diät (wenn man sie durchhält), hat man oft mehr Gewicht auf den Rippen als vorher. Ich denke mal den JoJo-Effekt kennt jeder.
Mit erreichen der 90 Kilo Marke auf der Waage, ist mir schlagartig wieder bewusst geworden, dass wenn ich nicht etwas gegen die kontinuierliche Gewichtszunahme tue, ich immer dicker und schwerfälliger werde. Genauso wie ich mich von 80 auf 90 Kg hochgearbeitet habe, würde ich auch die 100 Kg schaffen. Wie sagt man so schön: „The sky ist the limit“ oder auf Deutsch: „Nach oben gibt es keine Grenze“.
Dieses Wissen treibt mich beim Laufen und sorgt dafür, dass ich meinen faulen Ar*** Hintern vor die Tür setze und mit dem Laufen beginne.
Natürlich sind den bereits verlorenen Kilo auch ein größerer Batzen Motivation zuzuschreiben. Das Bedarf ja keiner weiteren Erklärung.
Lange Rede, kurzer Sinn. Meine Motivation baut also auf drei Dinge auf:
- Das schlechte Gefühl vor dem Laufen
- Das gute Gefühl nach dem Laufen
- Die ersten abgenommenen Kilo
Sportarten zum Abnehmen
Gastbeitrag von Oliver
Video: Abnehmen in einem Jahr
Manfred Makowski
Hallo,
endlich mal ein guter Kommentar zum Abnehmen, ohne Werbung oder Lügen.
Sehr gut und das funktioniert, sicher.
mfg
Manfred Makowski